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Wohnungsbaupolitik – Teil 1

Zur Veranstaltung zur Wohnungsbaupolitik in Landsberg hat Hans Bucsek (Pressesprecher SPD Kreisverband Landsberg) folgenden Text verfasst:

„Wohnungsnot und ihre Folgen“ war Thema einer Podiumsdiskussion im Historischen Saal der Landsberger VR-Bank. Am Podium stellten Otto Busjäger, stellvertretender Landrat, Christian Winklmeier, Bundestagskandidat der SPD, Andreas Lotte, MdL und Markus Wasserle, Unternehmer und Unterbezirksvorsitzender der SPD Landsberg, die derzeitige Situation am Wohnungsmarkt und Lösungsmöglichkeiten vor.

Lösungsmöglichkeiten, die allerdings nicht kurzfristig zu realisieren sein werden. Eine Neuorientierung auf politischer Ebene, in der Steuerpolitik, bei Unternehmern und in der Gesellschaft selbst, wird zwingender denn je. Verstaubte Auflagen, zu viel Bürokratismus bei Baugenehmigungen, bei der Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen in Bauland, sind abzubauen. Wenn sich heute vielerorts die Stadtplaner an der Finanzlage der Landwirte zu orientieren haben, zeigt dies den enormen Anstieg von Flächenverbrauch, der vom einzelnen für Wohnzwecke beansprucht wird.

 

Wir brauchen neue Wohnformen, die den Flächenverbrauch begrenzen. Z. B. sind der Bau von Betriebswohnungen für Beschäftigte in Gewerbegebieten oder der Wohnungsbau in die Höhe, geeignete Mittel, Baukosten und den Flächenverbrauch zu senken. Der Bund muss mit sozialverträglichen Steuerregelungen den Wohnungsbau wieder fördern. Genossenschaftliche und kommunale Baugesellschaften sind zu gründen und dort wo sie heute schon tätig sind, zu stärken. Damit einhergehend brauchen Kommunen langfristige Belegungsrechte von Wohnungen für Bürger, die sich selbst nicht mehr angemessen mit Wohnraum versorgen können. Auf bezahlbaren Wohnraum sind heute jedoch längst nicht mehr nur die Bezieher von Arbeitslosengeld angewiesen. Es sind z. B. auch Familien mit einem Jahreseinkommen von bis zu 60.000 Euro, die mit der Wohnungsmiete so stark belastet werden, dass ihnen die Teilnahme an üblichen gesellschaftlichen Aktivitäten verwehrt ist.

 

Und neben der Miete muss das Leben auch noch lebenswert sein: war die spontane Reaktion eines ehemaligen Oberbürgermeisters, der im Publikum anwesend war. Dass heute die Mietsituation soweit eskaliert ist, dass Bürger von ihrem Verdienst gerade mal die Miete bezahlen können, verlangt zwingend ein neues gemeinschaftliches Wohnraumkonzept, war einstimmige Meinung des Podiums.

 

Hier ein Presseartikel (Landsberger Tagblatt): http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Bezahlbare-Wohnungen-ein-Thema-in-der-Stadt-id41868881.html

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