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Lasst die Jugend mitreden!

Bei meinem Besuch in Feldafing am vergangenen Sonntag haben wir intensiv darüber gesprochen, wie wir Jüngere stärker an politische Entscheidungen beteiligen können. Nico Wunderle hat einen tollen und ausführlichen Bericht geschrieben. Herzlichen Dank dafür!

Hier der Bericht:

Frühstückskabinett der SPD Pöcking/Feldafing

Das neue Jahr 2017 begann für uns mit einem Highlight.  Am Sonntag, 15.01.2017, luden wir, der SPD-Ortsverein Pöcking/Feldafing, zum „Frühstückskabinett“ mit Weißwurstfrühstück in den Gasthof Poelt in Feldafing ein.  Wir sind froh, dass wir dazu unseren SPD-Bundestagskandidaten im Wahlkreis 224 Christian Winklmeier für uns gewinnen konnten. Diese Veranstaltung stand unter dem Motto „Lasst die Jugend mitreden!“ und beschäftigte sich mit den Möglichkeiten zur Partizipation an Politik für junge Menschen. Winklmeier, der selbst Jugendbeauftragter im Gemeinderat von Gilching ist, legt großen Wert auf eine jugendfreundliche Ausgestaltung der Gemeinden. Die Einbindung von Jugendlichen und jungen Menschen in politische Entscheidungsprozesse ist ihm ein großes Anliegen. Aus diesem Grund initiierte er im Juni 2016 in Gilching wieder einen Jugendbeirat, der zuvor aufgrund von mangelnden Interesses jahrelang nicht aktiv war.  In Gilching besteht der Jugendbeirat aus neun Personen im Alter von 13 – 22 Jahren. Der Jugendbeirat versteht sich einerseits als „Stimme der Jugend“ gegenüber der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat, andererseits will er aber auch ein Bindeglied zwischen den einzelnen Jugendverbänden in Gilching sein. Durch eine gute Kommunikation unter den Vereinen und Organisationen, die schon jetzt sehr gute Jugendarbeit leisten, kann er noch viel mehr Projekte entwickeln und umsetzen Im Landkreis Starnberg gibt es aktuell nur zwei Jugendbeiräte in Gilching und in Herrsching.  Leider erweist sich die Initiierung eines Jugendbeirates häufig als schwierig, da es sich als große Herausforderung herausstellt, genug aktive, engagierte Jugendliche, die sich dafür einsetzen wollen, zu erreichen und zu begeistern. Wir bedauern sehr, dass wir derzeit nicht genügend engagierte Jugendliche aus Pöcking und Feldafing finden, die sich an einem Jugendbeirat beteiligen möchten. Christian Winklmeier berichtete ausführlich von seinen Erfahrungen bei der Initiierung eines Jugendrates und versicherte, dass es sinnvoll und realistisch durchführbar sei, einen Jugendbeirat in einer Gemeinde neu einzuführen.

Winklmeier stellt richtig fest, dass eine besondere Aufgabe ist, junge Leute für politisches Engagement zu gewinnen. „Um Jugendliche zu gewinnen, reicht es nicht Plakate aufzuhängen und den Jugendrat in der Zeitung anzuwerben!“, sagte Winklmeier. Stattdessen empfiehlt er, die Jugendlichen direkt anzusprechen. Um den Jugendbeirat anzuwerben, besuchte er Schulklassen, diskutierte mit den Schülern und Schülerinnen und verteilte vor Ort Flyer. Eine Schule in Gilching stellte Winklmeier Schulstunden zur Verfügung, um Jugendliche auf die Bedeutung von Partizipation an politischen Entscheidungen hinzuweisen.  Er organisierte eine Jungbürgerversammlung in Gilching, die sich großer Popularität erfreute. Insgesamt waren 40 junge Menschen anwesend, wovon sich 17 Leute für eine Kandidatur im Jugendbeirat aufstellen ließen.

Christian Winklmeier ist optimistisch. „Jugendliche sind engagiert!“, weiß er. Er erklärt: „Die Fülle an Angeboten, wenig Zeit und die permanente Konfrontation mit Leistungsdruck in der Schule macht es den Jugendlichen aber schwierig, sich in irgendeiner Art und Weise ehrenamtlich in die Gesellschaft einzubringen!“  Um das bürgerschaftliche Engagement zu stärken, regt er verpflichtende Ehrenamtspraktika für alle Schüler und Schülerinnen über einige Wochen (z.B. in der Feuerwehr) an. Außerdem schlägt er ein verpflichtendes soziales Jahr – für junge Männer und Frauen –  vor.

Um der Politik wieder einen höheren Stellenwert zu bemessen, sieht Winklmeier eine Umgestaltung des Sozialkundeunterrichtes, der am Gymnasium leider nur wenig Beachtung findet und mit wenigen Wochenstunden auskommen muss, für notwendig an. In der jetzigen Form des Sozialkundeunterrichts fehle der Bezug auf aktuelle Themen sowie die Zeit für Diskussionen zu einem Thema.

Hinsichtlich der Beteiligung junger neuer Mitglieder innerhalb einer Partei meint Winklmeier: „Für junge neue Mitglieder in Parteien ist es wichtig, dass sie behutsam an die Aufgaben innerhalb einer Partei herangeführt werden und dann immer mehr eigene Verantwortung übernehmen dürfen und Aufgaben erledigen dürfen.“ Dabei ist es wichtig, dass sich der Ortsverein stets weiterentwickelt und nicht an alten, zur Tradition gewordenen Vorgehensweisen festhält, sondern auch Offenheit für neue Akzente zeigt.

Im Anschluss an den Input von Christian Winklmeier entstand eine abwechslungsreiche, muntere Diskussion, in der wir unsere Ideen zu den Stichworten „Poltische Partizipation“ und „Jugendliche“ austauschten.

Das Frühstückskabinett war ein großer Erfolg. Wir danken Christian Winklmeier und wünschen ihm für seinen Wahlkampf nur das Allerbeste.

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