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Keine Zeppelin-Hangarworld auf Gilchinger Grund

Am gestrigen Dienstag wurde dem Gilchinger Gemeinderat und der Bevölkerung das Projekt Hangarworld öffentlich vorgestellt. Arantxa Dörrié, die Projektleiterin und Geschäftsführerin der Hangarworld AG, wurde zu Beginn der Sitzung von Bürgermeister Manfred Walter darüber informiert, dass das ursprünglich angedachte Grundstück südöstlich des bestehenden Gewerbegebiets Süd für diese Pläne nicht zur Verfügung steht. Dieses Grundstück ist vielen Gilchingern als jenes bekannt, das vor einigen Jahren für das Aldi-Logistikzentrum ins Spiel gebracht wurde.

Mit dieser Absage sind nun andere Gemeinden (Gauting, Weßling) am Zug, wenn das Projekt tatsächlich in unserer Region verwirklicht werden soll.

Dass der „Aldi-Logistik“-Standort nicht für das Projekt zur Verfügung stehen darf, ist in meinen Augen absolut richtig. Warum? Ist eine Zeppelin-Wissenswelt mit Landeplatz nicht interessanter als ein Logistikzentrum? Das schon, aber das Hauptargument, warum wir Aldi-Logistik abgelehnt haben, war, dass wir keine Öffnung des Unterbrunner Holzes für ein riesiges Gautinger Gewerbegebiet schaffen wollten. Dabei bleibt es. Eine Ansiedlung an dieser Stelle würde bedeuten, dass die Erschließung des neugeplanten Gautinger Gewerbegebiets leichter zu bewerkstelligen wäre. Das kann ich nicht mittragen.

Aldi-Logistik und Hangarworld haben eines gemeinsam. Beide Projekte wären trojanische Pferde für die Öffnung eines riesigen Gebietes gewesen.

Die überdimensionalen Gautinger Gewerbegebietsplanungen widersprechen nicht nur dem Grundsatz maßvollen Flächenverbrauchs, sondern sind ein immenser Eingriff in das Naherholungsgebiet im Gilchinger Süden, der so nicht hingenommen werden kann. Gauting hat bereits eine 5,5 Hektar große planfestgestellte Fläche am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, die bisher nicht bebaut wurde. Erst, wenn diese Fläche ausgereizt ist, sollte sich Gauting weitere Gedanken über eine Gebietsausweisung machen. Außerdem ist es nicht zu unterstützen, dass Gauting über 70 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Ansiedlung weiteren Gewerbes herausnehmen will. Dieser Eingriff hätte langfristig zur Folge, dass das gesamte Erholungsgebiet Richtung Unterbrunn den Gautinger Plänen zum Opfer fallen würde.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass Gilching keine Aktivitäten unternimmt, um die Verwirklichung dieses Gewerbeprojekts zu unterstützen.

 

Quelle des Fotos: Hangarworld

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