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Gilching zeigt Gesicht – und kämpft für die Demokratie!

Ich bin immer noch beeindruckt, wie viele Gilchinger Bürgerinnen und Bürger gestern Abend klare Kante gezeigt haben.

Unter dem Motto „Miteinander statt gegeneinander“ haben über 150 „Demokratieverteidiger“ die Botschaft übermittelt, dass die fremdenfeindlichen und ausgrenzenden Parolen eines AfD-Politikers aus Sachsen-Anhalt nicht einfach so von uns hingenommen werden.

Rückblick: Am Dienstagabend habe ich erfahren, dass André Poggenburg, Vertreter des ultrarechten Flügels der AfD und größter Verteidiger von Bernd Höcke in der Gilchinger Gaststätte Schützenhaus seine antidemokratischen Thesen verbreitet. Poggenburg hat in der Vergangenheit zum Beispiel in bewusster Anspielung an die NS-Zeit folgenden Satz von sich gegeben: „Nehmen Sie die linksextreme Bedrohung ernst und beteiligen Sie sich an allen möglichen Maßnahmen, um diese Wucherung am deutschen Volkskörper endgültig loszuwerden.“

Solche Sätze kenne ich nur von Alt- und Neonazis, aber leider wird durch die Einladung des Kreisverbands der AfD Starnberg an Poggenburg eines deutlich: Die Rechtsextremisten und deren zerstörendes und menschenverachtendes Gedankengut sterben auch im Landkreis Starnberg nicht aus. Sie übernehmen nach und nach eine vermeintlich demokratische Partei und verfolgen ein Ziel: Die Abschaffung der Demokratie.

Was passiert, wenn demokratische Werte nach und nach beseitigt werden, können wir tagtäglich in der Türkei, in Ungarn, Polen und zum Teil auch in den USA beobachten.

Für mich stand vorgestern Abend fest: Aufstehen – anpacken – Gesicht zeigen!

Ich bin allen, die gestern sehr kurzfristig Flagge gezeigt haben und meinem Aufruf gefolgt sind, dankbar. An der Spitze der Kreisvorsitzenden Julia Ney, die mit mir als Veranstalterin aufgetreten ist, dem Bezirksvorsitzenden der SPD Oberbayern, Florian Ritter, der deutlich gemacht hat, mit welchen Menschen wir es bei der AfD zu tun haben, Dr. Sebastian Schmidinger, der deutlich gemacht hat, dass das „zarte Pflänzchen Demokratie“ Tag für Tag gegossen und gepflegt werden muss, den Grünen, namentlich Kerstin Täubner-Benicke, die den Aufruf verteilt hat, beim „Starnberger Dialog“, stellvertretend Rainer Hange und Martina Neubauer, dem Piraten Tobias McFadden für die Mikrofonanlage und dem Schuldirektor des Christoph-Probst-Gymnasiums, Peter Meyer, der deutlich gemacht hat, dass Poggenburg und die AfD „die zentralen Werte der Demokratie angreifen und man dagegen aufstehen darf und muss.“

Apropos Christoph-Probst-Gymnasium: Ich empfinde es als unerträglichen Affront, dass die Rechten in unmittelbarer Nähe zu „meinem“ Gymnasium eine solche Veranstaltung abgehalten haben. Christoph Probst war als Mitbegründer der „Weißen Rose“ einer der größten Widerstandskämpfer zu Zeiten der NS-Diktatur. Er hat stets gegen die Nazis gekämpft und mit seinem Leben bezahlt Die weißen Rosen, die wir verteilt haben, sollen zeigen, dass unsere Kundgebung in Gedenken an Christoph Probst stattgefunden hat. Ich danke allen Schülerinnen und Schülern der CPG, die trotz Abiturstress ein Zeichen gesetzt haben, dass keiner diese „braunen Politiker in blauer Farbe“ haben will.

Für die Demokratie einstehen kann auch Spaß machen: Julia Ney und Florian Rotter hatten ihn wie viele andere auch!

2 Kommentare
  1. Demokrat
    Demokrat says:

    Gilching zeigt Gesicht – und kämpft für die Demokratie!

    und fordert völlig undemokratisch eine demokratische Partei auszusperren…..
    Liebe gGüne übt das mit der Demokratie lieber noch mal ein bischen, nicht das bei der nächsten Landtagswahl die grünen nach demokratischer Wahl nicht mehr im Landtag vertreten sind…

    Antworten

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