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Gemeinderat Gilching: SPD beantragt Einrichtung eines „Runden Tischs Inklusion“

Die Gemeinderatsfraktion der Gilchinger SPD beantragt, einen Runden Tisch zum Thema „Inklusion“ einzurichten.

Nachfolgend der Wortlaut des Antrags (hier als pdf):

Einleitend:
Mit Beschluss vom 28.06.2016 hat der Gemeinderat mehrheitlich (15:2) den Antrag von GR Peter Unger zur Einrichtung eines Inklusionsbeirates abgelehnt. Die Hauptargumente waren, dass kein Bedarf bei der Gemeinde zur Einrichtung eines solchen Beirates angemeldet wurde und ein Inklusionsbeirat nicht nur aus Menschen mit Behinderung bestehen solle.

Antrag:
Die Verwaltung lädt zu einem Runden Tisch „Inklusion“ ein, an dem neben Menschen mit Behinderung auch folgende Personen teilnehmen dürfen:
– Schulleiter
– Leiter der Kindergarteneinrichtungen
– Sozialpädagogen der Gemeinde
– das gemeindliche Bauamt
– Arbeitsgemeinschaft für Behindertenfragen im Landkreis Starnberg
– Senioren- und der Jugendbeirat
– interessierte Gemeinderäte
– und weitere Interessierte die mit dem Thema „Inklusion“ betraut sind oder in diesem Bereich tätig werden müssen (Sportvereine, Gewerbeverband, Unternehmen, weitere Vereine, etc.)

 
Begründung:
Die Einrichtung eines Inklusionsbeirates im Sinne Peter Ungers hätte zur Folge, dass ausschließlich Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung dieses Thema in einer Institution (Beirat) diskutieren sollen.

Dabei ist das Thema „Inklusion“ ein weitaus vielfältigeres, bedeutet es doch dem Wortlaut nach „einschließen“. In unseren Augen sollte man versuchen, dieses Thema über alle Grenzen hinweg (alt/jung, behindert/nicht behindert, etc.) zu etablieren.

Ein „Runder Tisch“ dürfte hierfür ein guter Start sein. Ein „Runder Tisch“ soll dafür sorgen, dass sich all diejenigen, die direkt oder indirekt mit dem großen Thema „Inklusion“ betraut sind, vernetzen, austauschen und gegenseitig motivieren, Initiativen zur Verbesserung der Inklusion in unserer Gesellschaft zu initiieren. Ein weiteres Ziel soll sein, dass sich aus der Mitte des „Runden Tisches“ heraus engagierte Leute finden, die den „Runden Tisch“ in Zukunft weiterführen, dazu einladen, Schwerpunkte setzen sowie gesellschaftliche und politische Anstöße geben.

Zum Verständnis, was Inklusion wirklich bedeutet, hier eine Beschreibung:
Inklusion (Einbeziehung, Einschluss) bedeutet die gleichberechtige und selbstbestimmte Teilhabe jedes Einzelnen am gesellschaftlichen Leben unabhängig von individuellen Merkmalen (Aussehen, Geschlecht, Alter, Behinderungen u.a.) oder sozialem Status (Herkunft, Religion, Bildung, wirtschaftliche Situation u.a.). Inklusion benötigt die Überwindung gesellschaftlicher Verhältnisse, die ausschließen (Exklusion). Inklusion ist getragen von der Wertschätzung und Toleranz verschiedener Lebensmöglichkeiten und Lebensentwürfe.

 

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