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Gilching: Gemeinderat unterstützt SPD-Antrag zur Einrichtung eines „Runden Tischs Inklusion“

Gestern Abend wurde im Gilchinger Gemeinderat der Antrag der SPD-Fraktion zur Einrichtung eines „Runden Tischs Inklusion“ beraten. Fraktionssprecher Dr. Michael Rappenglück und ich haben den Antrag erarbeitet und hatten damit vor allem das Ziel, die Beteiligung jedes Einzelnen am gesellschaftlichen Leben unabhängig von individuellen Merkmalen (Aussehen, Geschlecht, Alter, Behinderungen u.a.) oder sozialem Status (Herkunft, Religion, Bildung, wirtschaftliche Situation u.a.) zu verbessern (weitere Informationen hier).

Schlussendlich hat der Antrag eine Mehrheit von 20:3 Stimmen erhalten, sodass die Verwaltung nun zu einem „Runden Tisch“ einladen wird!

Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt: Gerade unser Zweiter Bürgermeister und die Sozialreferentin machten deutlich, dass sie nicht daran glaubten, dass der Runde Tisch irgendeinen Erfolg erzielen könne. Angesichts der Unterstützung unseres Antrags aus den Reihen der Menschen mit Behinderung ist es äußerst bedauerlich, dass manche den Vorschlag gleich schlechtreden und dem Projekt keine Chance auf Erfolg geben wollen! Welchen Eindruck hinterlässt das bei denjenigen, die sich für eine Verbesserung der Inklusion einsetzen wollen?

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Gemeinderat Gilching: SPD beantragt Einrichtung eines „Runden Tischs Inklusion“

Die Gemeinderatsfraktion der Gilchinger SPD beantragt, einen Runden Tisch zum Thema „Inklusion“ einzurichten.

Nachfolgend der Wortlaut des Antrags (hier als pdf):

Einleitend:
Mit Beschluss vom 28.06.2016 hat der Gemeinderat mehrheitlich (15:2) den Antrag von GR Peter Unger zur Einrichtung eines Inklusionsbeirates abgelehnt. Die Hauptargumente waren, dass kein Bedarf bei der Gemeinde zur Einrichtung eines solchen Beirates angemeldet wurde und ein Inklusionsbeirat nicht nur aus Menschen mit Behinderung bestehen solle.

Antrag:
Die Verwaltung lädt zu einem Runden Tisch „Inklusion“ ein, an dem neben Menschen mit Behinderung auch folgende Personen teilnehmen dürfen:
– Schulleiter
– Leiter der Kindergarteneinrichtungen
– Sozialpädagogen der Gemeinde
– das gemeindliche Bauamt
– Arbeitsgemeinschaft für Behindertenfragen im Landkreis Starnberg
– Senioren- und der Jugendbeirat
– interessierte Gemeinderäte
– und weitere Interessierte die mit dem Thema „Inklusion“ betraut sind oder in diesem Bereich tätig werden müssen (Sportvereine, Gewerbeverband, Unternehmen, weitere Vereine, etc.)

 
Begründung:
Die Einrichtung eines Inklusionsbeirates im Sinne Peter Ungers hätte zur Folge, dass ausschließlich Bürgerinnen und Bürger mit Behinderung dieses Thema in einer Institution (Beirat) diskutieren sollen.

Dabei ist das Thema „Inklusion“ ein weitaus vielfältigeres, bedeutet es doch dem Wortlaut nach „einschließen“. In unseren Augen sollte man versuchen, dieses Thema über alle Grenzen hinweg (alt/jung, behindert/nicht behindert, etc.) zu etablieren.

Ein „Runder Tisch“ dürfte hierfür ein guter Start sein. Ein „Runder Tisch“ soll dafür sorgen, dass sich all diejenigen, die direkt oder indirekt mit dem großen Thema „Inklusion“ betraut sind, vernetzen, austauschen und gegenseitig motivieren, Initiativen zur Verbesserung der Inklusion in unserer Gesellschaft zu initiieren. Ein weiteres Ziel soll sein, dass sich aus der Mitte des „Runden Tisches“ heraus engagierte Leute finden, die den „Runden Tisch“ in Zukunft weiterführen, dazu einladen, Schwerpunkte setzen sowie gesellschaftliche und politische Anstöße geben.

Zum Verständnis, was Inklusion wirklich bedeutet, hier eine Beschreibung:
Inklusion (Einbeziehung, Einschluss) bedeutet die gleichberechtige und selbstbestimmte Teilhabe jedes Einzelnen am gesellschaftlichen Leben unabhängig von individuellen Merkmalen (Aussehen, Geschlecht, Alter, Behinderungen u.a.) oder sozialem Status (Herkunft, Religion, Bildung, wirtschaftliche Situation u.a.). Inklusion benötigt die Überwindung gesellschaftlicher Verhältnisse, die ausschließen (Exklusion). Inklusion ist getragen von der Wertschätzung und Toleranz verschiedener Lebensmöglichkeiten und Lebensentwürfe.

 

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Keine Zeppelin-Hangarworld auf Gilchinger Grund

Am gestrigen Dienstag wurde dem Gilchinger Gemeinderat und der Bevölkerung das Projekt Hangarworld öffentlich vorgestellt. Arantxa Dörrié, die Projektleiterin und Geschäftsführerin der Hangarworld AG, wurde zu Beginn der Sitzung von Bürgermeister Manfred Walter darüber informiert, dass das ursprünglich angedachte Grundstück südöstlich des bestehenden Gewerbegebiets Süd für diese Pläne nicht zur Verfügung steht. Dieses Grundstück ist vielen Gilchingern als jenes bekannt, das vor einigen Jahren für das Aldi-Logistikzentrum ins Spiel gebracht wurde.

Mit dieser Absage sind nun andere Gemeinden (Gauting, Weßling) am Zug, wenn das Projekt tatsächlich in unserer Region verwirklicht werden soll.

Dass der „Aldi-Logistik“-Standort nicht für das Projekt zur Verfügung stehen darf, ist in meinen Augen absolut richtig. Warum? Ist eine Zeppelin-Wissenswelt mit Landeplatz nicht interessanter als ein Logistikzentrum? Das schon, aber das Hauptargument, warum wir Aldi-Logistik abgelehnt haben, war, dass wir keine Öffnung des Unterbrunner Holzes für ein riesiges Gautinger Gewerbegebiet schaffen wollten. Dabei bleibt es. Eine Ansiedlung an dieser Stelle würde bedeuten, dass die Erschließung des neugeplanten Gautinger Gewerbegebiets leichter zu bewerkstelligen wäre. Das kann ich nicht mittragen.

Aldi-Logistik und Hangarworld haben eines gemeinsam. Beide Projekte wären trojanische Pferde für die Öffnung eines riesigen Gebietes gewesen.

Die überdimensionalen Gautinger Gewerbegebietsplanungen widersprechen nicht nur dem Grundsatz maßvollen Flächenverbrauchs, sondern sind ein immenser Eingriff in das Naherholungsgebiet im Gilchinger Süden, der so nicht hingenommen werden kann. Gauting hat bereits eine 5,5 Hektar große planfestgestellte Fläche am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, die bisher nicht bebaut wurde. Erst, wenn diese Fläche ausgereizt ist, sollte sich Gauting weitere Gedanken über eine Gebietsausweisung machen. Außerdem ist es nicht zu unterstützen, dass Gauting über 70 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Ansiedlung weiteren Gewerbes herausnehmen will. Dieser Eingriff hätte langfristig zur Folge, dass das gesamte Erholungsgebiet Richtung Unterbrunn den Gautinger Plänen zum Opfer fallen würde.

Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass Gilching keine Aktivitäten unternimmt, um die Verwirklichung dieses Gewerbeprojekts zu unterstützen.

 

Quelle des Fotos: Hangarworld

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Zeppelinstandort Gilching?

Folgt man den Presseberichten der letzten Tage, so könnte man fast den Anschein haben, die beiden Gemeinden Gilching und Gauting wollten unbedingt Standort eines Riesenprojekts der Firma Hangarworld werden. Diese plant eine „Lern- und Ergebniswelt“ inklusive Zeppelinstart- und landeplatz, Restaurants und Kongresshotels zu errichten.

In den Presseberichten wird Bezug genommen auf eine nichtöffentliche Informationsveranstaltung der Firma Hangarworld mit den Gilchinger und Gautinger Gemeinderäten. Da ich selbst bei dieser Veranstaltung anwesend war, kann ich die Presseberichte nicht bestätigen. Von „Begeisterung“ (Süddeutsche Zeitung vom 23.9.16) habe ich nichts gespürt. Auch die Aussage des Kreisboten vom 1.10.16, wonach Hangarworld in einer Pressemitteilung geschrieben habe, dass es „bis auf die Gilchinger Grünen (…) positive Rückmeldungen“ gab, ist schlichtweg falsch. Dies ist der Pressemitteilung von Hangarworld auch nicht zu entnehmen. Man hat das leise Gefühl, dass manche Pressevertreter, wie schon bei den Diskussionen zur Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums, mal wieder etwas über das Ziel hinausschießen. Dass die Gilchinger Bürgerinnen und Bürger die Aussagen der Lokalmedien sehr genau hinterfragen, zeigt sich in der täglichen politischen Arbeit doch sehr deutlich. Ich bin davon überzeugt, dass dies auch beim Projekt „Hangarworld“ der Fall ist.

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Neuer Gilchinger Jugendtreff kommt!

In der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde lange über meinen Antrag zur Errichtung eines weiteren Jugendtreffs in den ehemaligen Räumlichkeiten der Bücherei diskutiert. Ich freue mich sehr darüber, dass der gesamte Gemeinderat sich einig darüber war, dass der Jugendtreff und die Mittagsbetreuung der Mittelschule eingerichtet werden sollen. Die Verwaltung wird nun beauftragt, ein konkretes Konzept für den Betrieb zu erstellen, damit der Finanz- und Personalausschuss im Anschluss die notwendigen Gelder in den Haushalt stellen kann. Wenn alles gut geht, können wir den neuen Jugendtreff im nächsten Jahr eröffnen!

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Neuer Gilchinger Jugendtreff im Jahr 2017?

Gibt es 2017 einen neuen, zentralen Jugendtreff in der Gemeinde Gilching? Ich kämpfe dafür und das bereits seit Mai 2015. Damals habe ich den Antrag gestellt, ergänzend zum bisherigen Jugendhaus in der Weßlinger Straße einen weiteren zentrale gelegenen Jugendtreff in den mittlerweile ehemaligen Räumlichkeiten der  Bücherei unterhalb der Rathaushalle einzurichten.

Nachdem das Projekt in diesem Jahr auf Grund der schwierigen Haushaltslage nicht umgesetzt werden konnte, habe ich nun beantragt, den Umbau im Laufe des Jahres 2017 vorzunehmen. Der Antrag findet sich hier.

Die Abstimmung über diesen Antrag folgt am kommenden Dienstag bei der nächsten Gemeinderatssitzung. Ich hoffe auf eine Mehrheit im Sinne aller Gilchinger Jugendlichen! Wie sehr der neue Jugendtreff erwünscht ist, zeigt die Unterstützung des Jugendbeirates.

Antrag Gemeinderat Gilching: Neuer Jugendtreff bis 2017

Für die Gemeinderatssitzung am 20.09.2016 habe ich den Antrag gestellt, dass in den ehemaligen Räumlichkeiten der gemeindlichen Bücherei (unterhalb der Rathausturnhalle) ein neuer Jugendtreff eingerichtet werden soll.

Nachdem auf Grund der schwierigen Haushaltsberatungen im vergangenen Jahr die Umsetzung vorerst verschoben wurde, soll es nun vorangehen. Für die Gemeinderatssitzung am 20.9.16 habe ich deshalb den Antrag gestellt, die Kostenschätzung zur Kenntnis zu nehmen und das Architekturbüro mit der Umsetzung zu beauftragen.

Wenn der Gemeinderat dem Antrag zustimmt und das Projekt im Haushalt für 2017 Berücksichtigung findet, wird es hoffentlich zu Beginn des Schuljahres 2017/2018 einen neuen zentralen Jugendtreff in Giching geben.

Der Antrag findet sich hier.